Der Schwarzwaldverein Bad Säckingen



Am
20. Juni 1884 wurde der
Schwarzwaldverein Säckingen unter Vorsitz des Fabrikanten Armand Bally als "Section Säckingen" im Badischen Schwarzwaldverein, mit
86 Mitgliedern gegründet.
Erste Aufgaben waren damals das Anlegen von Wanderwegen z.B. zum Bergsee, an der Scheckenhalde, der Böhle, am Hohen Sich und im Buchgrund.
1886
wurde die Lindenallee von der Schneckenhalde zum Bergsee angelegt.
Von den 120 Linden aus der Gründerzeit stehen noch 90, in jüngster Zeit wurden 18 junge Linden nachgepflanzt.
1887
Säckinger Volksblatt vom 13. Mai 1886: ".. noch manche Aufgabe ist zu erfüllen. mögen die in Aussicht gestellten Beträge jetzt in Bälde eingehen! .. damit unsere Stadt in stets lieblicherem Schmuck erstrahle – Säckingen, die würd'ge Waldstadt – Schöne!"
1888
1890
Die Section erwirbt das Zugangsrecht zur Tschamberhöhle und pachtet sie auf 25 Jahre, 1906 an die OG Rheinfelden übergeben.
1892
Herstellung der Alpenpanoramakarte Blick vom Eggberg ".... was Weitsicht anbelangt, so kann es der Eggberg mit dem Feldberg und Belchen aufnehmen... Vom Wildstrubel bis zum Säntis ist die ganze Alpenkette ohne Unterbrechung sichtbar!"
1894-96
Neue Fußwege:
Bergsee- Brennet; Schöpfebachtal- Egg- Katzenmoos;
Wehr- Rüttehof- Bergalingen- Jungholz; Öflingen- Spatzenhof- Solfelsen.
1895
Kauf des Solfelsen durch Paul Andreas Streicher, Vorsitzender der Section, zur Verhinderung seiner Zerstörung als Steinbruch.
1899
Übertragung des 44 ar großen Waldgrundstückes mit dem Solfelsen an die Ortsgruppe, die noch heute Eigentümerin ist.
1899
Bau des Schöpfebachsteges, erneuert 1907, 1919 und 1929, 1954 völlig neuer Holzsteg vom THW gebaut, 44 m lang.
1900
Die Hauptversammlung des Badischen Schwarzwaldvereins findet vom
26.- 29. Mai in Säckingen statt. Eine "Ehrenpforte" überspannte im Mai 1900 die Steinbrückstrasse.
1900- 09
Aufwendung von insgesamt 740 Mark für Wegebau zur Burgruine Wieladingen.
1918
Ende des 1. Weltkrieges. Bericht des Badischen Schwarzwaldvereins: "Ein Jahr der tiefsten Trauer für jeden, der sein Vaterland mit vollem Herzen liebte ..gerade die jetzige Zeit sollte wieder das Bewußtsein wachrufen, welche große Kraft unsere heimischen Berge und Wälder auf das Gemüt jedes hierfür empfänglichen Menschen auszuüben vermögen.."
1930

Erste Orientierungstafel am Bahnhof. Höhenzugangsweg: Säckingen- Ödland- Freiwaldkapelle- Ibacher Kreuz- Bernauer Kreuz- Weißenbachsattel- Hochkopf.
Aktuelle Orientierungstafel des Schwarzwaldvereins
1934
50-jähriges Stiftungsfest, Bau der ersten Schutzhütte auf dem Röthekopf, die 1964 und 1981 abbrannte und 1982 völlig neu erbaut wurde.
Bild der Röthekopfhütte von 1982
1940
Alfred Haller, 30 Jahre lang Bezirkswegewart, markiert die Zugänge zum Hotzenwaldquerweg und Hochrhein- Querweg.
1943
Letzte Hauptversammlung im 2. Weltkrieg
1949
1954
1955
1000 Unterschriften aus Säckingen zur erfolgreichen Aktion unter Präsident Fritz Hochenjos "Rettet die Wutachschlucht" weil ein Konsortium die Schlucht in einen Stausee zur Stromerzeugung verwandeln wollte.
1959
1970
An der Sternwanderung zum Röthekopf nehmen 14 Ortsgruppen des Bezirks teil.
1974

Der Vorsitzende Oberforstrat Seraphin Schmieder
gibt nach 25 Jahren erfolgreicher Vereinsführung
sein Amt an Wolfgang Trzebitzky ab.
1984
100 Jahre Schwarzwaldverein Ortsgruppe Bad Säckingen. Festakt unter Vorsitz von Gerhard Häßler. Der Faksimile- Nachdruck des Alpenpanoramas von 1892 wird ein großer Erfolg und erlaubt dem Verein Rücklagen zu bilden, die 2004 zur Möblierung des "Hauses Fischerzunft" beitragen. Zur Ausschmückung des Nebenzimmers im Café der Villa Berberich stiftet die Ortsgruppe Reproduktionen von sieben Gemälden des Bernauer Malers Hans Thoma, der seine Mutter und Schwester in Säckingen 1867- 1877 oft besuchte und dessen Vetter Constantin Maier ( "Seewirt" ) Gründungsmitglied des Schwarzwaldvereins war.
1984
Am 27. April Gründung des Fördervereins zur Rettung der Burgruine Wieladingen e. V. als gemeinsames Projekt der Ortsgruppen Rickenbach, Murg und Bad Säckingen unter dem Vorsitz von Bürgermeister Keller, der das große Vorhaben in 10 Jahren zum Erfolg führt. Der Bergfried ist über eine Wendeltreppe besteigbar.
1987
Stellungnahme der Ortsgruppe gegen das Eggberg-Rennen. Ergebnis: Es wurde nicht mehr fortgesetzt.

1995
Die Ortsgruppe erhält die Eichendorff-Medaille, gestiftet vom früheren
Bundespräsidenten Carl Carstens, einem begeisterten Wanderer, überreicht von Landrat Dr. Bernhard Wütz.
1996
Ortsgruppe übernimmt im Auftrag der Stadt die Pflegschaft des Naturdenkmal "Galgenbuck" auch Flühwäldchen genannt und lässt die farbige Infotafel anfertigen.
2004
Zum 120- jährigen Jubiläum wird von Mai bis Juli eine Ausstellung zur Geschichte der Ortsgruppe, zu den vier Leitsätzen Wandern, Wege, Naturschutz und Heimatpflege sowie zum Westweg gestaltet. 524 Besucher sehen die Ausstellung im Haus der Fischerzunft an.
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Vorsitzende der Ortsgruppe Bad Säckingen von 1884 - 2007
1884 - 1885
Fabrikant Armand Bally
1885 - 1889
Oberamtmann Müller
1889 - 1894
Oberförster Ebert
1894 - 1898
Kaufmann Paul Andreas Streicher
1898 - 1903
Oberförster Hermann Krautinger
1903 - 1914
Fabrikant Josef Berberich-Thomsen
1914 - 1918
Oberförster Spitzmüller
1919
Notar Karl Hund
1920 - 1928
Forstrat Karl Nüssle
1928 - 1943
Kaufmann Franz Müller
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seit der Wiedergründung am 26. August 1949
1949 - 1974
Forstdirektor Seraphin Schmieder
1974 - 1981
Vermessungsdirektor W.Trzebitzky
1981 - 1987
Postbetriebsinspektor Gerhard Häßler
1988 - 1989
kommisarisch: Wolfgang Trzebitzky
1990 - 1995
Oberamtsrat Kurt Döbele
1996 - 2000
Hans-Peter Karrer
2001 - 2010
Karlheinz Bär
seit 2011
Ingrid Bär